[MAKE A STORY] MEINE LIEBE ZU BRIEFEN ODER HIMBEER-VALENTINSTAGS-COOKIES IM BRIEFUMSCHLAG-LOOK MIT ÜBERRASCHUNG - GANZ OHNE KEKSAUSSTECHER

Februar 06, 2018

Himbeer-Valentinstags-Cookies im Briefumschlag-Look mit Überraschung

Hallo ihr Lieben. I'm back! Und das gleich mit einem ellenlangen Titel. Nachdem es mehrere Wochen sehr still auf den Blog war, melde ich mich endlich aus der Versenkung zurück. Kurze Anmerkung vorneweg, es wird wahrscheinlich ein sehr langer Beitrag, da ich doch einiges zu erzählen habe. Wer schon genug im Alltag vollgeschwafelt wird, der kann gerne weiter nach unten zum Rezept scrollen, ansonsten holt euch eine Tasse Tee oder Kaffee und macht es euch gemütlich.

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht mitbekommen, dass ich die letzten 3 Monate an meiner Bachelorarbeit gearbeitet habe. Deswegen gab es eine Back-Zwangspause. Gestern habe ich jedoch endlich *trommelwirbel* das letzte Kapitel beendet. Ich kann es  noch gar nicht fassen. Nun steht nur noch die Korrektur und das Drucken und Binden an ... dann muss ich natürlich auch noch bestehen. Und dann sind schwups, 3 Jahre Studium vorbei ... unglaublich.

Bestimmt könnt ihr euch denken was ich gemacht habe, als das letzte Kapitel geschrieben war. Genau, ab in die Küche und Backofen anschmeißen. Nun gut, so schnell war es dann doch nicht, erst ging es noch mit meiner Mutter zu einem Spaziergang an den Rhein und Kaffee und Kuchen haben wir uns auch noch gegönnt. Aber dann, nachdem ich noch schnell ein paar Blümchen besorgt habe, wurde endlich in der Küche meine heißgeliebte Küchenmaschine angeschmissen. Und das Ergebnis seht ihr jetzt. Ich bin so verliebt in die Himbeer-Valentinstags-Cookies im Briefumschlag-Look mit Überraschung und in die Bilder, deswegen gibt es heute ein paar mehr als sonst. Ich bin ja nie zufrieden mit meinen Bildern, aber diesmal, doch diesmal finde ich sie klasse. Ich habe auch zum ersten Mal das "Tethered Shooting" ausprobiert. Also das meine Bilder von der Kamera direkt auf den PC übertragen werden. Das ist wirklich eine tolle Erfindung. Das ich erst nach 2 Jahren darauf komme. Was ich mir da alles schon an Ärger erspart hätte. Aber gut, mit diesem Technikzeug will ich euch nicht langweilen, zurück zu den Keksen. 

Himbeer-Valentinstags-Cookies im Briefumschlag-Look mit Überraschung 2

Die Kekse bestehen aus einem leckeren Himbeer-Mürbeteig, sind gefüllt mit Himbeermarmelade und dekoriert mit Streuseln. Im Inneren könnt ihr noch mehr Streusel und kleine Botschaften verstecken. Wenn das nicht das perfekte Valentinstagsgeschenk für Leckermäulchen ist. Ihr könnt die Kekse natürlich auch zu anderen Anlässen backen, zum Muttertag, zum Geburtstag oder als Spaßkekse mit lustigen Sprüchen innendrinnen. Da seid ihr flexibel. Eure Nachrichten könnt ihr nach Belieben beschriften. Falls ihr übrigens auch so viele Zuckerstreusel wie ich sammelt, dann könnt ihr euch bei den Keksen endlich mal so richtig Streusel gönnen und eine Streuselparty schmeißen. 

Die Idee für diese tollen Cookies habe ich übrigens von Silikomart. Auf ihrem Instagram-Profil haben sie vor etwa zwei Wochen ein Bild von diesem neuen Cookie Kit gezeigt, was dieses Jahr neu ins Sortiment kommt. Da es das Kit noch nicht zu kaufen gibt und die Beschaffung von Silikomart-Produkten auch nicht so einfach ist, da man die Produkte entweder bei ihnen direkt mit teurem Versand nach Deutschland bestellen muss oder eben auf die Auswahl in deutschen Backshops angewiesen sind, habe ich mir überlegt, wie man dennoch diese absolut tollen Cookies backen kann. Einen Briefumschlag-Ausstecher zu finden ist gar nicht so einfach. Die wenigen die es gibt, muss man auch aus dem Ausland bestellen und das Porto ist dann nicht sehr günstig. Also kam ich auf die Idee, diese Kekse einfach ohne Keksausstecher zu machen und zwar nur mit einer Schablone aus Pappe und wie ihr seht, funktioniert es. Es braucht zwar etwas mehr Zeit, aber das sind die süßen Cookies auf jeden Fall Wert. Ihr könnt aber auch ein Set aus rechteckigen Keksausstechern bestellen, dann spart ihr euch etwas Aufwand und müsst nur noch die Konturen vom Briefumschlag einzeichnen.

Vielleicht könnt ihr euch noch an meinen Kiwi-Karamell-Kuchen erinnern. Den hatte ich ja für das 1-Jahresevent der Rhein Neckar Blogger für den Monat September gebacken. Letzte Woche habe ich es endlich mal wieder geschafft, zum Stammtisch zu gehen und mein heutiger Beitrag passt perfekt zu dem Monatsthema vom Februar:

Rhein Neckar Blogger - 1-Jahres Event

I love... Briefe schreiben! Ja, ich komme noch aus einer Generation, in der man sich viele Briefe geschrieben hat. Und es auch noch so etwas wie Brieffreunde gab und Kontaktanzeigen, in denen man Brieffreunde gesucht hat. Ich habe es geliebt Briefe zu schreiben und zu bekommen. Sich hinzusetzen, sich die Zeit zu nehmen jemanden einen lieben Brief zu schreiben. Das hat ja durch die heutige E-Mail-Kommunikation leider sehr abgenommen. Und Schande über mein Haupt, ich habe es auch immer mehr schleifen gelassen. Ich hatte mal mit einer ehemaligen Klassenkameradin, die auch gerne Briefe geschrieben hat, versucht, das wieder etwas aufleben zu lassen. Ich glaube, nach zwei, drei Briefen war wieder Schluss. Sehr schade, ich finde so einen Brief viel persönlicher als eine E-Mail. So geht es mir auch mit Büchern. Ich lese seit meiner Kindheit sehr gerne und auch wenn es praktisch ist, 100 Bücher auf einem Tablet dabei zu haben, so wird es mir nie das Gefühl ersetzen, ein richtiges Buch in der Hand zu haben, den typischen Bücherduft zu riechen und die Seiten umzublättern. Da bin ich halt altmodisch. 

Das soll sich jetzt nicht anhören, als würde ich E-Mails oder Bücher auf einem Tablet schrecklich finden, nutze ich selbst auch gelegentlich und finde es praktisch, aber das andere mag ich eben mehr. Und ich bin auch froh in einer Generation aufgewachsen zu sein, wo der ganze Technikkram erst im Kommen war. Ich meine, mein erstes Handy hatte noch eine Antenne und ich war auch wesentlich älter als die meisten Kinder heute, wenn sie ihr erstes Handy bekommen. Und was war das für eine Neuheit, als es das erste Nokia Handy mit Farbdisplay gab. Snake habe ich übrigens sehr gerne gespielt. Aber wir schweifen vom Thema ab. Nachdem ich mich als alte Oma geoutet habe, soll es aber nun doch endlich mal zum Rezept gehen. Ihr könnt mir aber auch mal gerne verraten, wie ihr zu diesem Thema steht. Vermisst ihr auch das Briefe schreiben oder schreibt ihr selbst heute noch regelmäßig Briefe? Bevorzugt ihr lieber richtige Bücher? Oder kennt ihr das alles gar nicht mehr so? Das würde mich mal interessieren.

Himbeer-Valentinstags-Cookies im Briefumschlag-Look mit Überraschung 3

Nun kommen wir aber wirklich zum Rezept. Der Mürbeteig hat einen leichten Himbeergeschmack, mit der Marmelade zusammen super. Ihr könnt aber auch gerne mehr Fruchtpulver verwenden. Ich habe 10 g Mehl durch 15 g Fruchtpulver ersetzt. Ihr könnt auch anderes Fruchtpulver nehmen, da müsst ihr dann mit der Intensität herumprobieren. Ich hatte schon einmal einen anderen Teig mit Kirsch-Fruchtpulver ausprobiert und die gleiche Menge hat nicht so intensiv geschmeckt wie mit dem Himbeer-Fruchtpulver.

Das Rezept ergibt ca. 18 Cookies. Ihr benötigt...

...für den Teig:

  • 290 g Mehl
  • 15 g Himbeer-Fruchtpulver
  • 110 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 1 Ei

...für die Dekoration:


  • Himbeermarmelade
  • Zuckerstreusel
  • Schokoladenstreusel
Himbeer-Valentinstags-Cookies im Briefumschlag-Look mit Überraschung 4

Für den Teig das Mehl mit dem Fruchtpulver durch ein Sieb in eine Schüssel sieben. Zucker darauf verteilen. Butter in kleine Stücke schneiden und ebenfalls in der Schüssel verteilen. Das Ei in die Mitte geben. Den Teig auf kleiner Stufe so lange verkneten, bis er sich von der Schüsselwand löst. Oder mit den Händen verkneten, bis sich alles zu einer homogenen Masse verbunden hat. Die Butter sollte noch kalt sein. Den Teig in 2-3 Portionen teilen, in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Ich teile den Teig gerne in mehrere Portionen auf, da man sonst die gesamte Menge mehrmals auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen muss, was der Konsistenz vom Teig nicht so gut tut, da ständig mehr Mehl eingearbeitet wird und der Teig sich zudem besser gekühlt verarbeiten lässt.

Himbeer-Valentinstags-Cookies im Briefumschlag-Look mit Überraschung Anleitung

Den Backofen rechtzeitig auf 150°C (Umluft)/170°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Schablone habe ich mir in Word bei den Zeichentools ein abgerundetes Rechteck auf die gewünschte Größe gezogen (7,5x4,5 cm). Dieses habe ich ausgedruckt, auf ein Stück Pappe geklebt (zum Beispiel die Rückseite eines Collegeblocks) und ausgeschnitten. Fertig ist eure Briefumschlag-Schablone.

Eine Portion Teig nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen. Den Teig drehe ich beim Ausrollen ein paar Mal und bemehle wenn nötig die Arbeitsfläche neu. So bleibt der Teig nicht so sehr auf der Arbeitsfläche kleben und verzieht sich nicht so beim Ablösen.
Eure Schablone auf den Teig auflegen und mit einem Skalpell oder einem scharfen Messer um die Schablone herumfahren. Die Keksrohlinge auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech legen. So den kompletten Teig verarbeiten. Zum Aufheben der Keksrohlinge finde ich so einen kleinen Teigschaber sehr praktisch. Mit diesem kann man stückchenweise den Teig von der Unterlage lösen, ohne dass sie sich stark verziehen und mit der Kante kann man auf dem Blech nochmal alles schön gerade drücken. 

Jeweils drei Kekse ergeben einen ganzen Briefumschlag-Cookie. Darauf solltet ihr achten, wenn ihr den einen Teil Kekse mit einem Modelliertool (ein Marzipanmesser oder nicht ganz so spitzes Messer geht auch) die Konturen des Briefes einzeichnet und bei dem anderen Teil das Innenteil herausschneidet. Ritzt die Kontur des Briefumschlags nicht so tief ein, sonst zerteilt ihr den Keks. Bei dem mittleren Keks könnt ihr das Innenteil mit einem Skalpell oder scharfen Messer herausschneiden. Das muss nicht so exakt sein. Der Rand sollte nicht schmaler als 0,5 cm sein, da er sonst schnell zerbricht.

Die Bleche nacheinander für etwa 11-12 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Sobald der Rand der Kekse anfängt braun zu werden (Teig ist leicht rosa), sofort aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Himbeer-Valentinstags-Cookies im Briefumschlag-Look mit Überraschung Anleitung 2

Zum Zusammensetzen, das Mittelteil des gesamten Cookies auf der Unterseite mit Marmelade bestreichen und auf den unteren Keksteil leicht andrücken. Den Keks mit Streuseln und eurer kleinen Botschaft befüllen. Den mittleren Keksrand mit Marmelade bestreichen. Ihr könnt auch von dem oberen Keksteil auf der Rückseite den Rand mit etwas Marmelade beschmieren, falls ihr Angst habt, bei dem Mittelteil euren Brief zu bekleckern.

Himbeer-Valentinstags-Cookies im Briefumschlag-Look mit Überraschung Anleitung 3

Den obersten Keks leicht andrücken. Wie ihr seht, sieht man so leichte Lücken. Wen das nicht stört, der kann die Kekse auch so lassen und mit Streuseln dekorieren oder eine Schleife aus Gummischnüren um den Brief binden, so als wären es mehrere Briefe aufeinander. Oder ihr macht es wie ich, bestreicht den Rand des gesamten Keks mit Marmelade und wälzt ihn dann in Zucker- oder Schokoladenstreuseln. Bei der Dekoration könnt ihr euch richtig austoben. Die Marmelade dann noch etwas anziehen lassen, damit euch beim Greifen der Kekse nicht alles auseinanderrutscht.

Und fertig sind schon eure kleinen süßen Briefe zum Verschenken. Noch ein Tipp: empfehlt der beschenkten Person, den Keks in der Häflte zu zerbrechen, bevor sie ihn isst. So kann es nicht, wie bei meinem Freund heute morgen, passieren, dass der kleine Brief im Mund landet.



Ich hoffe, euch hat das Rezept gefallen. Ihr könnt mir ja auch gerne verraten, ob ihr den Valentinstag feiert oder ob es für euch ein Tag wie jeder andere ist. Ich finde den Valentinstag oder ähnliche Anlässe per se nicht schlecht. Ich verschenke gerne immer mal wieder Kleinigkeiten, auch unabhängig von bestimmten Anlässen. Dieser Zwang, etwas zu verschenken, weil eben dieser Tag ist, finde ich jedoch nicht so schön. 


Originalrezept aus: Lingen Verlag - Gut bürgerlich kochen

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6 Kommentare

  1. Willkommen zurück! Und dann gleich mit einem solchen Knaller-Rezept! Die Cookies sind ja absolut zum Verlieben. Ganz, ganz süße Idee und wirklich toll fotografiert. Über solche Liebesbriefe freut sich garantiert jeder. Und ja, echte Briefe und Bücher liebe ich auch sehr.
    HERZliche Grüße!
    Marion

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    1. Wie lieb von dir Marion, vielen Dank!
      Bei so viel Lob, werde ich gleich so rosa-rot wie meine Kekse :D

      Liebe Grüße
      Luisa

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  2. Liebe Luiza,
    was für eine süße Idee, Post in Keksform zu backen! Ich kriege furchtbar gern „echte“ Briefe oder Postkarten, tatsächlich klappt das aber fast nur zu Weihnachten. E-Mail oder WhatsApp sind im Alltag halt viel bequemer und schneller. Allerdings auch schnell wieder vergessen. Handgeschriebene Briefe hebe ich auf und lese sie mir auch von Zeit zu Zeit wieder durch. Über Briefe in Form von Keksen würde ich mich auch sehr freuen.
    Herzlichst, Conny

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    1. Hallo Conny,

      vielen Dank für deinen Kommentar :)
      Das stimmt, am meisten bekommt man dann zu Weihnachten Briefe. Die Idee, die Briefe immer mal wieder durchzulesen ist toll. Vielleicht sollte ich mal wieder in den Tiefen meiner Schublade kramen und es mir dabei mit einem heißen Kakao gemütlich machen :)

      Liebe Grüße
      Luisa

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  3. Liebe Luisa,
    tolle Idee und super umgesetzt <3 ! Auch wenn du Briefe und Bücher liebst - wie eine Oma siehst du nicht aus :-) ! Ich bin in diesen Bereichen übrigens ähnlich altmodisch. Ein Buch fühlt sich einfach anders an als ein E-Book, und ich schreibe sehr gerne von Hand. Um E-Mails bin ich trotzdem sehr froh, Briefe sind einfach viel Aufwand!
    Liebe Grüße
    Eva (von ichmussbacken.com)

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    1. Vielen Dank für deine nette Nachricht Eva :)
      Bin ich aber froh, dass ich nicht wie eine Oma aussehe ;D
      Ich finde es schön, dass ich nicht die einzige bin, die das so sieht. E-Mails sind natürlich eine super Sache. Es erleichtert doch auch vieles. Aber ich denke, man sollte sich doch gelegentlich mal bewusst Zeit nehmen, und jemanden eine netten Brief schreiben. Generell sollte man viel bewusster im Alltag sein. Wir neigen heutzutage ja doch alles schnell schnell zu machen und wenig zu genießen.

      Liebe Grüße
      Luisa

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