[REZENSION*] 'TORTENZEIT' VON TESSA HUFF UND DARAUS ZIMTSCHNECKENTORTE

Oktober 27, 2017

Rezension/Buchvorstellung Tortenzeit von Tesa Huff

Hallo ihr Lieben. Ich backe sehr gerne Torten und kleine Törtchen. Ob mit oder ohne Fondant, da kann man sich so richtig austoben. Mit Fondant lassen sich schöne Motivtorten gestalten, aber auch ohne Fondant machen Torten mit ihren verschiedenen Schichten einiges her. Und auch im Geschmack kann man hier richtig kreativ werden.

Es freut mich, dass ich euch heute das Buch "Tortenzeit - Schicht für Schicht ein Genuss" von Tessa Huff vorstellen darf. In diesem Buch finden sich sehr viele Rezepte für die unterschiedlichsten Schichttorten. Vielleicht kennt ihr Tessa Huff schon von ihrem Blog "Style Sweet CA" und wisst, was sie für wundervolle Köstlichkeiten zaubert. Schauen wir uns nun mal ihr Buch näher an, welches es seit Ende letztem Jahr auch in deutscher Fassung gibt. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Südwest Verlag zur Verfügung* gestellt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür!

Welches Rezept ich aus dem Buch getestet habe, erfahrt ihr weiter unten.

Ein paar Daten

Tortenzeit - Schicht für Schicht ein Genuss
Tessa Huff
Südwest Verlag
Gebunden, 288 Seiten
ISBN 978-3-517-09539-4
24,99 € [D] 25,70 € [A]

Das Buch gibt es hier zu kaufen.

Rezension/Buchvorstellung Tortenzeit von Tesa Huff 2
Französische Opern-Torte

Über das Buch

"So backen und stylen Sie spektakuläre Kuchen und Torten!

Wer genug hat von schlichten Kuchen und neue cremige Höhen der Backkunst erklimmen möchte, für den hat Tessa Huff 150 traumhafte Rezepte zusammengestellt, leckere Teige, Füllungen und Frosting inklusive.

Dabei verwandelt sie nicht nur Klassiker wie die Schwarzwälder Kirschtorte in ganz neue Kreationen, sondern beeindruckt auch mit modernen Rezeptideen wie dem Schokoladen-Matcha-Kuchen oder der Lavendel-Olivenöl-Torte.

Durch die anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie Zubereitungstipps und -tricks kann jeder vom Backanfänger bis zum Tortenprofi Schicht für Schicht seinen Traumkuchen entstehen lassen."

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Auf zu neuen Höhen
  • Hochgestapelt
  • Torten herstellen und verzieren
  • Süsser Grundstock
  • Klassische Torten
  • Schokoladentorten
  • Lässige Torten
  • Gute-Laune-Torten
  • Torten für Entdecker
  • Festtagstorten
  • Extra-Bonbon
  • Danksagung
  • Register
  • Impressum
Rezension/Buchvorstellung Tortenzeit von Tesa Huff 3
Erdnuss-Whisky-Torte

Nach dem Inhaltsverzeichnis folgt eine Einleitung, in der Tessa Huff berichtet, wie sie zum Backen gekommen ist und ihr bisheriger Werdegang in diesem Bereich verlief. Im Kapitel "Auf zu neuen Höhen" erzählt sie, warum sie ein Buch über Torten veröffentlicht hat.

Dann beginnt der wissenswerte Teil. In den Kapiteln "Hochgestapelt" und "Torten herstellen und verzieren" gibt die Autorin ihr Wissen zum Zubereiten einer Torte weiter. Was ist bei den verschiedenen Zutaten zu beachten? Welche Utensilien benötigt man unbedingt für die Herstellung einer Torte? Welche Techniken gibt es bei der Tortenzubereitung? Wie füllt und überzieht man eine Torte? Welche Dekorationsmöglichkeiten gibt es? Und wie kann man der Torte den letzten Schliff verleihen? Diese Fragen werden auf über 20 Seiten beantwortet, manchmal auch mit Bildern begleitet. Im Kapitel "Süsser Grundstock" gibt es drei Grundrezepte, die sich immer wieder im Buch finden, manchmal auch in etwas abgewandelter Form. Dazu gehört das Rezept für eine Italienische Buttercreme mit Vanillegeschmack, für eine salzige Karamellsauce und für eine dunkle Schokoladenganache.

Rezension/Buchvorstellung Tortenzeit von Tesa Huff 4
Sweet Tea Cake

Dann beginnt der Rezeptteil. Hier gibt es sechs verschiedene Kapitel, die 59 Tortenrezepte enthalten. Bei "Klassische Torten" finden sich Rezepte für eine Neapolitaner Torte, einen Red Velvet Cake, einem Boston Cream Pie oder einer Schwarzwälder Kirschtorte. Wenn es mal schokoladig sein soll, dann sind bestimmt die Rezepte aus dem Kapitel "Schokoladentorten" etwas für euch. Schokoladen-Marshmallow-Torte, Matcha-Schokoladen-Torte, Nuss-Nugat-Torte oder Cookies and Cream Cake sind hier ein paar Beispiele.

Im Kapitel "Lässige Torten" gibt es unter anderem Rezepte für eine Apfel-Honig-Torte, eine Zitronen-Zucchini-Torte, eine Aprikosen-Karotten-Torte oder eine Blutorangen-Thymian-Torte. Darf es mal etwas bunt sein, dann schaut im Kapitel "Gute-Laune-Torten" rein. Regenbogentorte, Mango-Kokoscreme-Torte, Blaubeerpfannkuchen-Torte oder Bananensplit-Eistorte sind hier einige Beispiele.

Wer es mal etwas ausgefallener mag, schaut im Kapitel "Torten für Entdecker" rein. Hier gibt es Kombinationen wie Lavendel-Olivenöl-Torte, Rosa-Pfeffer-Kirsch-Torte, Yuzu-Grapefruit-Torte oder Riesling-Rhabarber-Knusper-Torte. Steht ein besonderer Anlass vor der Tür, dann sind bestimmt die Rezepte im Kapitel "Festtagstorten" für euch interessant: Schokoladengranatapfel-Torte, Erdbeer-Rosen-Valentinstorte, Winterliche Pfefferminztorte oder Lebkuchen-Kaffee-Toffee-Torte.

Rezension/Buchvorstellung Tortenzeit von Tesa Huff 5
Würzige Pfirsichtorte

Jedes Rezeptkapitel wird mit einem kleinen Text eingeleitet. Auch zu den Rezepten erzählt Tessa Huff, wie es entstand oder welche Bedeutung das Rezept für sie hat. Darunter befinden sich sehr gut aufgelistet die Zutaten, die man für das Rezept benötigt. Hier wird schön unterteilt zwischen den Zutaten für den Boden, für die Füllung, den Überzug und für das Zusammensetzen der Torte. Außerdem wird angegeben, welche Backform (15,20 oder 25 cm) benötigt wird und wie viele Portionen das Rezept ergibt. Darauf folgt dann eine Beschreibung der Zubereitung der Torte. Diese ist einfach und verständlich geschrieben und es wird Schritt für Schritt erklärt, wie die Torte zubereitet werden soll. Bei vielen Rezepten gibt es noch Tipps bzw. Wissenswerte zu der Torte, zum Beispiel, was man mit Resten machen kann, was man machen kann, wenn man eine bestimmte Zutat nicht bekommt oder wie man überprüfen kann, das die Schokoladenglasur die richtige Temperatur hat. Bei manchen Rezepten braucht man Zutaten, die eventuell nicht jeder daheim hat, wie zum Beispiel Traubenkernöl, Creme of Tartar oder bestimmte Gewürze. Bis auf die Creme of Tartar wird man alles in einem gut sortierten Supermarkt erhalten können.

Im Bereich "Extra-Bonbon" befindet sich noch Rezept und Anleitung für eine Dreistöckige Hochzeitstorte. Außerdem gibt es noch eine Tabelle unter dem Punkt "Neu kombiniert". Hier führt Tessa Huff nochmal 15 Ideen für Tortenkreationen auf und mit welchem Boden, welcher Füllung und welchem Überzug man diese kreieren kann. Zum Schluss folgen die Danksagung, ein nach Zutaten sortiertes Register und das Impressum.

Rezension/Buchvorstellung Tortenzeit von Tesa Huff 6
Orangen-Maracuja-Torte

Meine Meinung zu dem Buch: Die Aufmachung des Buches ist wundervoll. Da macht das Durchblättern richtig Spaß. Es ist mit vielen Fotos ausgestattet, sowohl im Rezeptteil, als auch im wissenswerten Teil. Die Fotos sind traumhaft schön! Auch den Aufbau des Buches finde ich richtig klasse. Der wissenswerte Teil gefällt mir sehr gut, weil er Anfänger aber auch Fortgeschrittene nochmal in die "Theorie" der Tortenherstellung einführt. Die Rezeptvielfalt ist großartig. Und auch die Rezeptkombinationen von Tessa Huff sind klasse. Da wird jeder fündig oder eben auch vielleicht zu eigenen Kombinationen inspiriert. Man sollte sich aber auch bewusst machen, dass die Rezepte dem amerikanischen Gaumen entsprechen, und manchmal doch sehr süß sind. Das sieht man auch manchmal schon allein an der Zutatenliste. Auch finde ich die Gestaltung der Rezepte sehr gut, mit einer kleinen Einleitung, der gut sortierten Zutatenliste und der guten Beschreibung der Herstellung.

Es gibt jedoch auch ein paar Punkte, die mir nicht so gut gefallen. Das ist jetzt Geschmackssache, vielleicht empfindet ihr diese nicht als störend. Was meiner Meinung nach bei einem Backbuch ein No-Go ist, ist nicht anzugeben, worauf sich die Ofentemperatur bezieht. Schaut man im Internet nach, wird oft erwähnt, dass die amerikanischen Öfen mit Ober-/Unterhitze funktionieren, was auch hier in Deutschland viel verbreitet ist. Ich backe mit Umluft, und da zieht man dann etwas von der Temperatur ab. Die Temperaturangaben im Buch erschienen mir relativ niedrig für Ober-/Unterhitze und ich habe sie als Umluft-Einstellung angenommen. Und das war wohl so richtig, denn bei zwei Versuchen bin ich somit auf die im Buch angegebene Backzeit gekommen. Wenn man Anfänger ist und davon keine Ahnung hat, könnte man hier aber auch auflaufen und das wäre sehr schade.

In einer Handvoll Rezepte wird für den Teig als Zutat Weinstein angegeben. Im amerikanischen Raum meint man damit Cream of Tartar. Auch hier habe ich im Internet geschaut und man findet viele verschiedene Aussagen dazu. In einem Testvideo einer Konditorin, der ich jetzt mal mehr Vertrauen schenke als irgendwelchen Kommentaren in Foren, wurde von ihr gesagt, dass Cream of Tartar nicht mit dem bei uns erhältlichen Weinstein oder Weinsteinbackpulver identisch ist. Ich erwähne es deshalb, weil ich ein Rezept getestet habe, indem diese Zutat verwendet wurde. Zweimal habe ich den Boden gebacken und beide Male ist er nichts geworden, sowohl von der Konsistenz als auch der Höhe her. Ich kann nicht sagen, ob es an dieser fehlenden Zutat liegt, ich etwas falsch gemacht habe oder das Rezept einfach nicht gut ist. Aber ich finde, man hätte diese Zutat am Anfang im Wissenswerten Teil aufgreifen müssen. Dies wurde wahrscheinlich nicht gemacht, da es im amerikanischen Raum eine gängige Zutat ist, in Deutschland jedoch nicht. Auch bekommt man sie nicht einfach so im Supermarkt.

Was mir auch nicht richtig gefällt, ist, dass in mehr als den Hälften der Rezepte die italienische Buttercreme verwendet wird. Ich bin kein Fan davon, Cremes mit "rohen" Eiern anzurühren. Mir ist die Salmonellengefahr einfach viel zu groß. Wenn man für einen bestimmten Anlass backt, dann können da auch ältere Menschen oder Kinder sein, die empfindlicher reagieren. Im Sommer möchte ich meine Torte ja auch gerne auf dem Tisch präsentieren und nicht im Kühlschrank lagern. Da hätte ich mir noch mehr Alternativen gewünscht. Wenn ihr da auch so kritisch seid wie ich, könnt ihr aber auch bei den Rezepten ohne die italienische Buttercreme schauen und davon ein Cremerezept übernehmen.

Bei meinem zweiten Rezepttest fand ich sehr schade, dass ich so viele Reste an Creme und Streusel übrig hatte, obwohl ich sie großzügig auf der Torte verteilt habe. Klar kann man sieaufheben und nochmal verwenden. Manchmal halten die Zutaten aber nur ein paar Tage und wenn man dann keine Zeit oder Lust hat, landen sie am Ende doch im Müll. Oder man friert sie ein und auch da können sie in Vergessenheit geraten. Ich hoffe, dass das bei dem zweiten Rezept nur eine Ausnahme war (beim ersten Rezept habe ich nur Böden gebacken). 

Insgesamt finde ich das Buch sehr schön. Man bekommt für einen angemessenen Preis ein toll gestaltetes und gut aufgebautes Buch mit einer wunderbaren Rezeptvielfalt, sehr schönen Fotos und einem guten informativen Teil zur Tortenherstellung. Es gibt ein paar Punkte, oben aufgeführt, die mir persönlich nicht so gefallen. Dass ist aber auch Geschmackssache. Einen Blick ins Buch kann ich euch empfehlen; ob es dann bei euch im Buchregal stehen soll, dass müsst ihr selbst entscheiden.


*Das Buch wurde mir freundlicherweise unentgeltlich vom Südwest Verlag zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Meinung. Der Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wider.


Zimtschneckentorte


Zimtschneckentorte

Wie ihr oben vielleicht schon gelesen habt, habe ich diesmal zwei Rezepte getestet. Anfang des Jahres wollte ich zum Geburtstag meiner Oma eine Motivtorte backen und für das Innenleben ein Rezept von Tessa Huff verwenden. Weiter als bis zu den Böden ging es jedoch nicht, denn diese sind einfach nicht so geworden, wie sie hätten sein sollen. Deswegen habe ich das Buch erstmal wieder ins Regal gestellt. Nun wollte ich aber einen neuen Versuch wagen, denn nur weil mal etwas schief gegangen ist, muss das nicht an dem Buch liegen. Vielleicht habe ich etwas falsch gemacht und mir ist dieser Fehler nicht aufgefallen. Das kann man nicht wissen.

Dieses Mal habe ich mich für die Zimtschneckentorte entschieden. Das Bild sah so ansprechend aus und wer mag bitte keinen Zimt? Solche Schneckensüßteilchen esse ich gerne ab und zu mal. Ob Rosinenschnecke, Vanilleschnecke oder eine Toffee-Haselnuss-Schnecke, da gibt es so leckere Teilchen. Eben auch die Zimtschnecke. Die Zimtschneckentorte besteht aus einem Rührteig, der mit Zimt verfeinert ist, einer Frischkäse-Vanille-Creme, die von Zimtstreuseln und Zimtsirup getoppt wird.

Die Torte schmeckt sehr lecker, ist aber auch, amerikanisches Rezept eben, sehr süß. Die Torte habe ich wie immer verteilt, um möglichst viele Meinungen zu bekommen und allen hat sie sehr gut geschmeckt. Einige fanden sie auch gar nicht zu süß. Das ist wie immer Geschmackssache.

Aber auch diese Torte hat mir ein paar "Probleme" bereitet. Die Frischkäsecreme musste ich zwei Mal ansetzen, da sie beim ersten Mal einfach nur ziemlich flüssig war. Ich habe mich an die Vorgehensweise im Buch gehalten. Beim zweiten Mal habe ich ein, zwei Sachen anders gemacht und eine schöne Creme herausbekommen. Frischkäse und ich, dass ist sowieso so eine Sache. Von der Creme hatte ich am Ende noch so viel übrig, dass man einen halben Boden damit nochmal hätte füllen konnte. Dabei habe ich die Creme schon großzügig aufgetragen, wie ihr auf den Bildern sehen können. Auch von den Streuseln hatte ich extrem viel übrig. Wenn ich die Streusel wie im Rezept angegeben nur auf den unteren Boden verteilt hätte, hätte ich sogar noch mehr übrig gehabt. Ich habe etwa einen Viertel der Menge gebraucht. Die Zimtstreusel kann man jedoch eine Woche lang in einem luftdichten Behälter aufbewahren und zum Beispiel auch zum Eis genießen.

Nun komme ich aber zum Rezept.

Zimtschneckentorte 2

Das Rezept ergibt 1 Torte (Form mit 20 cm Durchmesser). Ihr benötigt...

...für den Zimtschneckenboden:

  • 225 g Mehl
  • 40 g Speisestärke
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 60 g saure Sahne
  • 120 ml Vollmilch
  • 225 weiche Butter
  • 115 g Frischkäse, Zimmertemperatur
  • 300 g Zucker
  • 2 TL Vanillepaste
  • 3 große Volleier
  • 1 großes Eigelb
  • 55 g Butter, zerlassen
  • 55 g brauner Zucker
  • 2 TL Zimt

...für die Zimtstreusel

  • 65 g Mehl
  • 75 g brauner Zucker
  • 55 g weiche Butter
  • 1 EL Honig
  • 2 TL Zimt

...für die Frischkäsecreme:

  • 225 g Frischkäse, Zimmertemperatur
  • 170 g weiche Butter
  • 375 g gesiebter Puderzucker
  • 2 EL Vollmilch
  • 1 1/2 TL Vanillepaste

...für den Zimtsirup:

  • 2 EL Wasser
  • 100 g Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/8 TL Salz
  • 1 EL Butter (10 g weiche Butter, 15 g harte Butter)
  • 1 EL Mehl
Zimtschneckentorte 3

Den Backofen rechtzeitig auf 170°C (Umluft)/190°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter, saure Sahne, Milch, Eier und Frischkäse rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur haben. Eine oder zwei Formen mit etwas Butter fetten und mit Mehl bestäuben. Ich habe zwei Tortenringe verwendet und diese auf 20 cm eingestellt und mit Backpapier ausgekleidet.

Für den Teig 225 Butter und Frischkäse in der Rührmaschine mit einem Flachrührer auf mittlerer bis hoher Stufe 3-5 Minuten cremig rühren, bis ihr eine helle, luftige Masse habt. Auf kleine bis mittlere Stufe stellen und die Vanillepaste und nacheinander die Eier hinzufügen. Mehl mit Speisestärke, Backpulver und Salz mischen und sieben. Die Milch mit der sauren Sahne glatt rühren. Die Maschine auf kleine Stufe stellen und abwechselnd die Mehlmischung in drei Portionen und die Milchmischung dazugeben. Mit der Mehlmischung beginnen und enden. Dann alles nochmal kurz (eine halbe Minute) auf mittlerer Stufe zu einem glatten Teig verrühren.

Die 55 g Butter zerlassen und mit dem braunen Zucker und Zimt in einer Schüssel verrühren. Der Zucker wird sich nicht komplett auflösen. Nun eure beiden Formen auf einen Rost oder ein Backblech stellen und den Teig und die Zimtmischung darin verteilen. Dafür erst je ein Viertel des Teiges in die beiden Formen geben. Dann je ein Viertel der Zimtmischung auf die Böden träufeln und mit einem Holzspieß in den Teig verteilen. Dann den restlichen Teig auf die beiden Formen aufteilen und auch hier wieder die restliche Zimtmischung darauf verteilen und mit dem Holzspieß einarbeiten.

Auf die mittlere Schiene eures Backofens schieben und 25-30 Minuten backen. Ob der Teig fertig ist, könnt ihr mit der Stäbchenprobe überprüfen. Bleibt noch Teig daran kleben, braucht der Kuchen noch etwas. Wenn die Backzeit vorüber ist, die Formen aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten abkühlen lassen und zum vollständigen Auskühlen den Kuchen auf ein Kuchengitter stürzen.

Da meine beide Formen nicht auf einem Blech Platz hatten, habe ich erst eine Form gefüllt und diese gebacken. Kurz vor Ende der Backzeit habe ich meine zweite Form befüllt und dann in den Ofen getan, als der erste Boden fertig war.

Für die Zimtstreusel Mehl, braunen Zucker, Butter, Honig und Zimt in einer Schüssel mit einem Holzlöffel verrühren bis ihr eine Mischung habt, die wie klumpiger Sand wirkt. Ich habe alles mit den Händen verknetet, das hat besser funktioniert. Nun aus dem Teigklumpen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech Streusel zupfen. Sobald eure Böden fertig gebacken sind, könnt ihr bei gleicher Temperatur die Zimtstreusel in den Ofen geben. Etwa 10 Minuten backen lassen. Nach 5 Minuten die Streusel "wenden". Die Streusel laufen ziemlich auseinander, wenn ihr sie dann aber nach 5 Minuten mit einem Pfannenwender durchmischt, sehen sie wieder wie Streusel aus. Nach weiteren 5 Minuten aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Dann könnt ihr sie auch wieder etwas zerbröseln, falls sie wieder etwas auseinandergelaufen sind. Die Streusel waren sehr lecker, haben mir persönlich etwas zu sehr nach Butter geschmeckt. Ich würde eventuell noch 1-2 TL Zimt dazugeben, je nachdem wie intensiv der Geschmack sein soll. Einfach nach und nach zufügen und probieren.

Für die Frischkäsecreme soll laut Tessa Huff Frischkäse und Butter 2 Minuten mit dem Flachrührer auf mittlerer Stufe cremig gerührt werden. Dann auf kleine Stufe stellen und nach und nach Puderzucker, Milch und Vanillepaste hinzufügen. Dann auf mittlere bis hohe Stufe stellen und zu einer luftigen Creme aufschlagen.

Beim ersten Mal ist mir so die Creme nicht gelungen. Ich weiß, dass man bei Frischkäse vorsichtig sein muss, da man ihn bei zu langen und starken Rühren zu Butter schlägt. Beim zweiten Versuch habe ich Butter und Frischkäse auf kleiner Stufe mit einem Flachrührer 1 Minute miteinander cremig gerührt. Auf kleiner Stufe habe ich dann ebenfalls Milch (hier jedoch nur 1 EL) und die Vanillepaste hinzugefügt. Dann den Flachrührer durch einen Schneebesen ausgetauscht und nach und nach den Puderzucker hinzugegeben. Dann habe ich alles für etwa 1-1 1/2 Minuten auf hoher Stufe aufgeschlagen. So hatte ich dann eine schöne Creme. Diese habe ich aber nochmal für 45 Minuten in den Kühllschrank gegeben, damit sie etwas fester wird.

Für den Zimtsirup Wasser mit Zucker, Zimt und Salz in einen Topf verrühren. Auf die Herdplatte stellen und auf mittlerer Stufe erhitzen lassen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Mischung anfängt leicht zu köcheln. Den Topf vom Herd nehmen, die Butter hinzufügen und schmelzen lassen. Dann das Mehl dazugeben. Beim nächsten Mal würde ich vielleicht etwas weniger Mehl nehmen. Mein Sirup war danach leider nicht mehr so schön klar, wie er auch auf dem Foto im Buch ist. Den Sirup erst kurz vor Zusammensetzen der Torte anmischen, kurz etwas abkühlen lassen und dann sofort verwenden. Der Sirup wird nämlich dann wieder fest.

Für den Zusammenbau der Torte die Böden, wenn nötig, begradigen. Einen Boden auf einen Tortenplatte oder Teller geben. Die Hälfte der Frischkäsecreme darauf verteilen. Etwas Rand (1 cm) lassen, denn durch den zweiten Boden wird sich die Creme noch etwas nach außen drücken. Auf der Creme Zimtstreusel verteilen und die Hälfte des Zimtsirups. Den zweiten Boden auflegen, die restlich Creme darauf verstreichen und wieder Zimtstreusel und Zimtsirup darüber geben.

Zimtschneckentorte 4

Fertig ist eure Zimtschneckentorte. Sie schmeckt zwar schon etwas süß, aber wirklich sehr lecker. Ihr könnt auch weniger Creme anrühren, damit diese durch ihre Süße nicht ganz so im Vordergrund steht oder eventuell auch mit etwas Zimt abschmecken oder auch eine andere Frischkäsecreme verwenden.



Ich hoffe, euch haben Rezension, Rezept und Anleitung gefallen. Ihr könnt mir ja gerne verraten, ob ihr Zimtschnecken auch so gerne mögt.


Rezept aus: Tessa Huff - Tortenzeit

  • Teilen:

Gefällt dir vielleicht auch

2 Kommentare

  1. Ich biete mich freiwillig zum Probeessen an!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anja, leider ist alles schon aufgegessen :(
      Aber beim nächsten Mal denke ich an dich ;)

      Liebe Grüße
      Luisa

      Löschen

Ein Blog lebt vom Austausch. Über einen Kommentar würde ich mich deshalb sehr freuen. Ich werde ihn so schnell wie möglich freischalten und beantworten :)