[Rezension*] 'Eiszeit' von Shelly Kaldunski und daraus Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt

Eis kann man sich im Sommer nicht wegdenken. Bei warmen oder heißen Temperaturen ist diese süße Abkühlung ein wahrer Genuss. Bei uns hat ...

Rezension/Buchvorstellung Eiszeit von Shelly Kaldunski

Eis kann man sich im Sommer nicht wegdenken. Bei warmen oder heißen Temperaturen ist diese süße Abkühlung ein wahrer Genuss. Bei uns hat letztes Jahr eine neue Eisdiele aufgemacht, die fantastisches Eis verkauft. Seitdem esse ich im Sommer öfters Eis als es für meine Figur vielleicht gut wäre.

Aber was soll man machen, wenn man Lust auf Eis hat, aber die Eisdiele geschlossen ist oder man eine Eissorte möchte, die nicht verkauft wird? Wie wäre es, sich dann Eis einfach selbst zu machen? Selbstgemacht ist doch eh besser als gekauft - sofern alles klappt wie geplant. 

Vom Südwest Verlag habe ich freundlicherweise das Buch "Eiszeit" von Shelly Kaldunski zur Verfügung* gestellt bekommen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür. 
Ein Buch voller Eisrezepte zum selber machen. Das musste natürlich ausprobiert werden.

Welches Rezept ich aus dem Buch getestet habe, erfahrt ihr weiter unten.

Ein paar Daten

Eiszeit
Shelly Kaldunski
Südwest Verlag
Gebunden, 112 Seiten
ISBN 978-3-517-09531-8
14,99 € [D] 15,50 € [A]

Das Buch gibt es hier zu kaufen.

Rezension/Buchvorstellung Eiszeit von Shelly Kaldunski 2
Frisches Minzeis mit Schokosplittern

Über das Buch

"Rezepte zum Dahinschmelzen

Ob für die Sommerparty auf dem Balkon, als Dessert beim Dinner mit Freunden oder kühle Erfrischung zwischendurch - Eis liebt einfach jeder und wenn es selbstgemacht ist erst recht. Über 50 Rezepte garantieren kühles Vergnügen - mit und ohne Eismaschine, aber immer mit geringem Aufwand, nur wenigen Zutaten und ganz ohne erwünschte Zusatzstoffe. Ausgefallene Eissorten wie Salzkaramell-Eiscreme und Orange-Kardamom beeindrucken sogar den anspruchsvollsten Gaumen. Für alle, die es nicht ganz so gehaltvoll mögen, sind das leichte Mango-Ingwer-Sorbet, das erfrischende Granatapfel-Granita oder der Frozen Yogurt mit Waldbeeren-Vanille-Aroma die richtige Wahl. Rezeptideen für knusprige selbstgemachte Waffeln, bunte Toppings und süß-cremige Milchshakes machen das Eisglück perfekt."

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Selbst gemachte Mischungen
  • Cremeeis & Softeis
  • Frozen Yogurt & Milchsorbets
  • Sorbets & Granitas
  • Waffeln, Cookies, Saucen & Toppings
  • DIY-Eis-Party
  • Register
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Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt

Das Buch beginnt mit einer ausführlichen Einleitung, welche nicht nur ein Vorwort der Autorin enthält, sondern auch einen sehr informativen Teil, in dem kurz die verschiedenen Eissorten erklärt werden, Wissenswertes zu verschiedenen Zutaten erläutert wird, auf das richtige Zubehör fürs Eismachen eingegangen wird und noch etwas zur Eisherstellung generell erklärt wird. Darauf folgt das Kapitel "Selbst gemachte Mischungen". Auf zwei Seiten werden von süßen über pikanten Zutaten bis hin zu Saucen, Gewürzen und mehr Beispiele gegeben, was alles so ins Eis kann. 

Darauf folgen die verschiedenen Rezeptkategorien. Insgesamt sind es 34 Eisrezepte, 15 Rezepte für Waffeln, Cookies, Saucen und Toppings, sowie je 5 Rezepte für Eisbecher, Frozen Pops & Eis-Sandwiches, Eiscreme Soda und 6 Rezepte für Eis-Shakes.

Zimteis, Salziges Karamelleis, Orangen-Kardamom-Eis oder Mascarpone-Haselnuss-Softeis finden sich unter anderem in dem Kapitel "Cremeeis & Softeis". Walnuss-Bananen-Frozen-Yogurt, Honig-Frozen-Yogurt, Erdbeer-Crème-fraîche-Sorbet oder Limetten-Milchsorbet sind ein paar Beispiele aus dem Kapitel "Frozen Yogurt & Milchsorbets". Im Kapitel "Sorbets & Granitas" finden sich Rezepte für Blutorangen-Granita, Vietnamesische Kaffee-Granita, Apfel-Zimt-Sorbet und Limoncello-Sorbet.
Wer das Eis noch mit Waffeln, Keksen, Toppings aufpeppen möchte, wird bestimmt im Kapitel "Waffeln, Cookies, Saucen und Toppings" fündig. Dort finden sich Rezepte unter anderem für Waffeltüten, Saftige Brownies, Konfetti-Cookies, Karamellsauce oder Weinbrandkirschen. 

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Frozen Yogurt mit Dulche de leche

Dann folgen noch, wie oben bereits erwähnt, im Kapitel "DIY-Eis-Partys" verschiedene Ideen, um "Eisbecher" wie zum Beispiel Pfirsich-Sahne-Eisbecher oder Eisbesser klassisch-verspielt, "Frozen Pops & Eis-Sandwiches" wie zum Beispiel Celebration-Sandwich oder Bananensplit einmal neu, "Eiscreme-Soda" wie zum Beispiel Kaffeepause oder Feuchtfröhliches Zitrus-Eiscreme-Soda und "Eis-Shakes" wie zum Beispiel Orangen-Sahne-Shake oder Kokos-Shake, zu kreieren. Dabei werden verschiedene Eis- und Toppingrezepte aus dem Buch zusammengeführt. Bei der einen oder anderen Idee braucht es dann noch ein, zwei zusätzliche Zutaten.

Die Rezepte sind einfach und verständlich geschrieben. Sie werden mit einem kurzen Text eingeleitet. Es wird auch immer erwähnt, wie viele Portionen das Rezept ergibt. Meistens gibt es auch noch Tipps zu den Rezepten, wie man sie kombinieren oder abwandeln kann. Die angegebenen Zutaten bekommt man in einem gut sortierten Supermarkt. Lediglich Glukosesirup wird man wohl eher bestellen oder selbst zubereiten müssen. Die Fotos in dem Buch sind wunderschön. Da möchte man sich am liebsten durchs Buch löffeln. Leider gibt es bei einigen Rezepten keine Bilder.

Zum Schluss folgen noch ein alphabetisches Rezeptregister und das Impressum.

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Melonen-Sorbet

Was sage ich zu dem Buch: Man hat eine schöne Rezeptauswahl, bei der jeder fündig wird. Es gibt nicht nur Rezepte für klassische Eissorten wie Schokolade oder Erdbeere, sondern auch Rezepte für ausgefallenere Eissorten. Auch dass es eine Auflistung mit möglichen Zutaten für Eiskreationen gibt finde ich gut. Das regt zu eigenen Eiskreationen an. Ebenfalls sehr toll finde ich, dass es nicht nur Rezepte für Cremeeis gibt, sondern auch für Softeis, Frozen Yogurt & Co. Was mir auch sehr gut gefällt, ist das Kapitel "DIY-Eis-Party", in dem verschiedene Ideen aufgezeigt werden, wie man aus den Rezepten im Buch Eisbecher, Milk-Shakes und mehr zubereiten kann. Eine tolle Inspirationsquelle.

Mir persönlich gefällt es nicht so sehr, dass bei vielen Rezepten keine Bilder dabei sind. Das gehört für mich bei einem Rezeptbuch dazu. Ebenfalls finde ich es nicht so gut, das im Klappentext von Rezepten mit und ohne Eismaschine gesprochen wird, im Buch aber überwiegend Eisrezepte zu finden sind, die mit einer Eismaschine hergestellt werden müssen. Lediglich drei Rezepte für Granitas kommen ohne Eismaschine aus und die Rezepte für die Waffeln, Cookies und Toppings. Falls sich der Teil im Klappentext auf diese Rezepte bezieht, hätte das meiner Meinung nach deutlicher gemacht werden müssen. So ist es doch etwas irreführend, wenn man sich nur auf den Klappentext verlässt. Ich hätte es generell besser gefunden, wenn es noch ein Kapitel für Rezepte ohne Eismaschine gibt. Denn nicht jeder besitzt eine Eismaschine zu Hause. 
Was ich auch nicht so gut finde ist, dass bei den Rezepten für das Gebäck nicht dabeisteht, auf was sich die Ofentemperatur bezieht. Kennt man sich beim Backen aus, kann man das einschätzen. Als Anfänger wird das aber vielleicht nicht so sein und am Ende steht man vor nicht durchgebackenem oder verbranntem Gebäck. Aber in erster Linie ist dies ja auch kein Backbuch und betrifft nur einen kleinen Teil der Rezepte.

Insgesamt finde ich das Buch aber sehr gut gelungen. Wer eine Eismaschine besitzt, sollte sich das Buch auf jedenfall Mal anschauen. Es sind wirklich tolle Rezepte und Ideen dabei. Der Preis ist meiner Meinung nach auch angemessen.  


*Das Buch wurde mir freundlicherweise unentgeltlich vom Südwest Verlag zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Meinung. Der Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wider.


Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt


Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt

Bei den vielen leckeren Eisrezepten fällt die Auswahl nicht so leicht. Vor allem wenn man nur ein kleines Gefrierfach hat und nicht gleich mehrere Sorten auf einmal zubereiten kann. Da ich Frozen Yogurt sehr gerne mag und auch Früchte immer bei meinen Toppings mit drauf dürfen, fiel meine Wahl dann schnell auf den Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt. Cremiger Frozen-Yogurt mit Vanillegeschmack und dazu eine leckere Beerenmischung aus Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren und einem Spritzer Zitronensaft. Eine schön fruchtige und leckere Abkühlung. Es hat uns alles sehr gut geschmeckt.

Das Rezept kann man sowohl in einem gefriergeeigneten Behälter (Glas ist sehr gut) fest werden lassen, als auch in Eisförmchen. Da ich ausversehen doch die normale Menge zubereitet habe und somit zu viel Frozen Yogurt für meine Förmchen hatte, habe ich einen Teil in Eisförmchen fest werden lassen und den anderen Teil in einer Glasschüssel. Schmecken tut es aus beiden Behältern sehr gut. Jedoch würde ich von der Beerenmischung die doppelte Menge machen. Die normale Menge war bei mir schon aufgebraucht, als ich die Förmchen befüllt hatte. Ich gebe euch in Klammern an, was ich da verwendet habe.

Das Rezept ergibt ca. 1,5 Liter. Ihr benötigt...

...für den Frozen Yogurt:

  • 1 kg Naturjoghurt (3,5 % Fett)
  • 150 g Zucker
  • 60 ml Glukosesirup
  • 2 EL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

...für die Beerenmischung:

  • 60 g Himbeeren (120 g)
  • 60 g Heidelbeeren (120 g)
  • 60 g Brombeeren (120 g)
  • 1 TL frischer Zitronensaft (2 TL)
  • 2 EL Zucker (4 EL)
Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt 2

Für den Frozen-Yogurt den Joghurt, Zucker, Glukosesirup, Vanilleextrakt und Salz in eine Schüssel geben und alles gut miteinander verrühren. In eine Schüssel geben und zugedeckt mindestens 2 Stunden oder bis zu einem Tag im Kühlschrank kalt werden lassen. Am Anfang im Buch wird gesagt, dass man die Eismasse mindestens 4 Stunden im Kühlschrank lassen sollte, bevor man sie in die Eismaschine gibt. Ich habe den Frozen Yogurt in eine Glasschüssel gefüllt, die einen Deckel zum Verschließen hat und die Masse über Nacht im Kühlschrank gelassen.

Für die Beerenmischung die Beeren mit Zitronensaft und Zucker in eine Schüssel geben. Die Beeren mit einer Gabel zerdrücken, bis Saft austritt und die Beeren nicht mehr so grobstückig sind. Bis zur weiteren Verwendung die Schüssel mit Frischhaltfolie abdecken und kühl stellen.

Den Frozen Yogurt in einer Eismaschine cremig rühren. Dabei nach den Angaben des Herstellers vorgehen. Ich habe für meine KitchenAid Artisan die dazugehörige Eismaschine. Nach den Angaben in der Bedienungsanleitung soll der Kühlbehälter für mindestens 15 Stunden in den Gefrierschrank. Bei mir war er knapp 2 Tage drinnen. Wenn der Kühlbehälter aus dem Gefrierschrank genommen wird, soll man sofort das Eis darin zubereiten. Die gekühlte Eismasse bei eingeschalteter Maschine in den Behälter geben, so dass das Eis nicht festfriert, bevor die Maschine mit dem Rühren beginnt. 20-30 Minuten laufen lassen, bis das Eis eine cremige-feste Konsistenz hat. In der Anleitung steht auch extra dabei, dass Eis von cremiger Konsistenz hergestellt werden kann. Für festeres Eis, muss man die Masse dann nochmal in den Gefrierschrank stellen.

Wenn das Eis fertig gerührt ist, könnt ihr es mit der Beerenmischung zusammenbringen.

Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt Anleitung

Ihr könnt wie gesagt, das Eis in Eisförmchen fest werden lassen. Ich hatte 8 Stück á 100 ml. Ihr braucht mindestens das Doppelte oder auch größere Eisförmchen, wenn ihr die komplette Masse so verarbeiten wollt.

Gebt abwechselnd Beerenmischung und Frozen Yogurt in die Förmchen. Dabei ist es egal mit was ihr anfangt. Auch die Schichten müssen nicht gleichdick sein. Das kann ganz unterschiedlich befüllt werden. Zum Schluss je einen Holzstiel mittig einstecken. Ihr könnt auch schön verzierte Lollipopstiele nehmen. Dann ein Backpapierstück auflegen, damit sich im Gefrierschrank keine Eiskristalle bilden. Ich habe die Bereiche für die Lollistiele im Backpapier mit einer Schere eingeschnitten.

Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt 2

Ihr könnt das Eis aber auch in einem gefriergeeigneten Behälter fest werden lassen - zusätzlich zu den Eisförmchen oder auch nur so. Ich habe dafür wieder eine Glasschüssel genommen, die einen Deckel hat, so konnte ich mir das Backpapier sparen.

Gebt die Hälfte eures Frozen Yogurts in den Behälter und verteilt darauf die Hälfte Beerenmischung. In einer Achterbewegung mit einem Schaschlikspieß oder ähnlichem die Beerenmischung in den Frozen Yogurt "einarbeiten".

Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt 3

Die andere Hälfte Frozen Yogurt darauf geben. Die restliche Beerenmischung hinzufügen und wieder in den Frozen Yogurt einarbeiten. Backpapier auflegen oder einen Deckel.

Das Eis kommt dann nochmal zum fest werden für mindestens 2 Stunden oder bis zu 3 Tage in den Tiefkühler. Bei mir hatte das Eis nach 2 Stunden eine festere, aber immer noch cremige Konsistenz. So hatte ich es dann über Nach im Gefrierschrank, dann war es gut fest.

Wenn ihr das Eis aus den Förmchen lösen wollt, macht etwas Wasser im Wasserkocher oder Topf warm. Nehm dann eine Schüssel, füllt diese mit dem warme Wasser und stellt die Förmchen kurz hinein. Dann sollte sich der Frozen Yogurt besser aus den Förmchen lösen.
Wenn ihr den Frozen Yogurt aus dem Behälter nehmen wollt, stellt diesen für 20-30 Minuten in den Kühlschrank, damit der Frozen Yogurt etwas antaut und sich besser portionieren lässt.



Und schön könnt ihr leckeres selbstgemachtes Eis genießen. Ihr könnt mir ja gerne verraten, welche Eissorte eure Liebste ist.


Rezept aus: Shelly Kaldunski  - Eiszeit

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