[REZENSION*] 'PLÄTZCHEN & STOLLEN' VON BERND NEUNER UND DARAUS NOUGATSTERNE

Dezember 20, 2016

Rezension/Buchvorstellung Plätzchen & Stollen

Plätzchen und Stollen kann man sich in der Weihnachtszeit nicht wegdenken; sie gehören einfach dazu. Jedes Jahr vor Weihnachten öffnet auch bei mir die Weihnachtsbäckerei. Plätzchen eignen sich auch super als kleines Geschenk. Gerne probiere ich auch neue Rezepte aus. Backt ihr auch gerne Plätzchen?

Wenn ja, dann solltet ihr euch die heutige Rezension durchlesen. Ich stelle euch das Buch "Plätzchen & Stollen" von Bernd Neuner vor. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Bassermann Verlag zur Verfügung* gestellt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür!

Welches Rezept ich aus dem Buch getestet habe, erfahrt ihr weiter unten.

Ein paar Daten

Plätzchen & Stollen
Bernd Neuner
Bassermann Verlag
Gebunden, 77 Seiten
ISBN 978-3-8094-3474-0
4,99 € [D] 4,99 € [A]

Das Buch gibt es hier zu kaufen.

Rezension/Buchvorstellung Plätzchen & Stollen 2
Mandelkonfekt

Über das Buch

"So duftet Weihnachten!

Draußen fällt der erste Schnee, und drinnen verbreiten selbst gebackene Plätzchen ihren würzigen Duft. In diesem Buch finden Sie klassisches und neues Weihnachtsgebäck, mit Nuss, Marzipan, Gewürzen und Früchten, als Plätzchen, Konfekt, Stollen oder Kuchen. Alles in meisterlicher Qualität! Bernd Neuner, Konditormeister aus Leidenschaft, verrät hier seine besten Rezepte, und nebenbei erfahren Sie so manchen Profitrick, mit dem die Weihnachtsgrüße aus der Backstube noch besser gelingen."

Inhaltsverzeichnis

  • Was ein Konditor anders macht
  • Ein Wort zuvor
  • Plätzchen
  • Stollen
  • Gut zu wissen!
  • Alphabetisches Rezeptregister
  • Impressum
Rezension/Buchvorstellung Plätzchen & Stollen 3
Walnuss-Marzipan-Herzen

Das Buch besitzt kein Inhaltsverzeichnis, jedoch kann man einzelne Kapitel sehr gut erkennen. Zu Beginn gibt es ein paar Fakten dazu, was ein Konditor anders macht beim Backen. Dann folgt ein Vorwort des Autors, der selbst Konditormeister ist, und in diesem Buch einige seiner besten Rezepte verrät. Dann kommen schon die Rezepte. Insgesamt 31 befinden sich in dem Buch. Den Beginn machen die "Plätzchen" und dann folgen die "Stollen", wobei sich bei dem Kapitel "Stollen" unter anderem auch Rezepte für Cupcakes, Lebkuchen oder Brownies befinden.

Rezension/Buchvorstellung Plätzchen & Stollen 4
Haselnussstollen

Für einen besseren Eindruck hier mal ein paar Rezeptbeispiele aus dem Buch: Im Kapitel "Plätzchen" befinden sich unter anderem Rezepte für Himbeer-Marzipan-Herzen, Mandel-Orangeat-Monde, Schokoherzen, Kokosmakronen, Vanillebrezeln oder Basler Leckerli. Wenn es doch keine Plätzchen sein sollen, dann wird man im Kapitel "Stollen" bestimmt fündig. Früchtebrot, Mohnstollen, Bratapfel-Cupcakes, Elisenlebkuchen oder Brownie-Sterne sind nur ein paar Beispiele.

Es ist eine große Rezeptvielfalt gegeben. Hier wird bestimmt jeder fündig. Nach den Rezepten folgen ein paar Tipps des Konditors. Zum Beispiel wie man eine Puderzuckerglasur herstellt, eine einfache Schokoglasur zubereiten kann ohne zu temperieren oder wie man einen Spritztüte aus Backpapier herstellen kann. Zum Schluss befinden sich noch das alphabetisches Rezeptregister und das Impressum.

Rezension/Buchvorstellung Plätzchen & Stollen 5
Glühwein-Cupcakes

Die Aufmachung des Buches erinnert mich an einige andere Bücher, welche ich schon vom Bassermann Verlag rezensiert habe. Neben der Zutatenliste befinden sich auch Angaben zur Backzeit, Kühlzeit/Ruhezeit/Trocknungszeit und der Menge beim Rezept. Die Anleitungen sind einfach und verständlich geschrieben. Es braucht auch keine außergewöhnlichen Zutaten für die Rezepte. Bei manchen Rezepten gibt es auch tolle Tipps vom Konditor. Die Gestaltung des Buches überzeugt mich nicht so ganz. Ich finde es nicht ganz so schön gestaltet und die Bilder kommen mir manchmal etwas "altbacken" vor. Schön sind sie aber trotzdem anzusehen. Aber ich habe schon einige Bücher gesehen, die mir von der Gestaltung/Aufmachung her besser gefallen haben.

Meine Meinung zu dem Buch: Ich finde das Buch hat tolle Rezeptideen. Für die Weihnachtszeit absolut zu empfehlen. Neben klassischen Rezepten finden sich auch ausgefallenere Kreationen. Und es sind nicht nur Plätzchenrezepte enthalten. Die Gestaltung des Buches sagt mir persönlich nicht ganz so zu. Was ich bei meinem Rezepttest schade fand war, dass für die Dekoration zu viel Menge angegeben war. Ich hatte doch noch einiges über. Ob das bei jedem Rezept so ist, kann ich nicht beurteilen. Aber für den Preis bekommt ihr dennoch ein tolles Buch mit leckeren Rezeptideen. 


*Das Buch wurde mir freundlicherweise unentgeltlich vom Bassermann Verlag zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Meinung. Der Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wider.



Nougatsterne

Nougatsterne

Bei den leckeren Rezepten war es nicht so leicht, sich auf ein Rezept festzulegen. Ich hatte auch erst mit dem Haselnussstollen oder dem Christstollen geliebäugelt, aber die lange Ruhezeit hat mich dann doch abgehalten. Aber vielleicht nächstes Jahr, denn Stollen habe ich noch nie gebacken. Ich habe mich dann für die Nougatsterne entschieden und es war die richtige Entscheidung. Die Plätzchen sehen nicht nur toll aus, sie schmecken auch total lecker.

Nougatsterne 2

Das Rezept ergibt 25-35 Nougatsterne (je nach Größe des Ausstechers). Ihr benötigt...

...für den Teig:

  • 150 g Butter
  • 75 g gesiebter Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 g Zimt
  • abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • 1 Eigelb
  • 30 g gemahlene Haselnüsse
  • 220 g Mehl
  • 3 g Weinsteinbackpulver

...für die Füllung:

  • 200 g Nussnougat

...für die Dekoration:

  • 150 g Vollmilchkuvertüre
  • ca. 25 - 35 geschälte Haselnüsse
Nougatsterne 3

Den Backofen rechtzeitig auf 170°C (Umluft)/190°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter und Ei rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur haben. Die Zitrone heiß abwaschen und die Schale fein abraspeln. Zwei Bleche mit Backpapier auskleiden.

Für den Teig Butter, Puderzucker, Salz, Zimt und Zitronenschale miteinander verrühren. Das Eigelb und die Haselnüsse hinzufügen. Mischt das Mehl mit dem Backpulver (ihr könnt auch ganz normales Backpulver nehmen) und siebt es über den Teig. Alles zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten. Den Teig etwas flach drücken und für etwa zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2,5-3mm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Die Sterne auf eure vorbereiteten Bleche geben. Im Buch wird empfohlen gerade bei Ober-/Unterhitze jeweils nur ein Blech auf mittlerer Schiene zu backen. Ich habe meine beiden Bleche auf der oberen und unteren Schiene gleichzeitig gebacken. Wie es euch lieber ist. Die Plätzchen für etwa 13-15 Minuten backen bis sie eine schöne Farbe haben. Wenn die Backzeit vorüber ist, die Plätzchen aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Im Buch wird zuerst die Füllung zubereitet und dann die Kekse zusammengesetzt bevor die Dekoration aufgetragen wird. Ich habe es andersherum gemacht.

Für die Dekoration habe ich die Haselnüsse in der Pfanne geröstet und dann zwischen einem Küchentuch gerollt, damit die Schale abgeht. Im Buch wird der Tipp gegeben, die Haselnüsse bei 200°C im Backofen etwa 10-12 Minuten zu rösten. Diese dann in ein Drahtsieb geben und durch kreisende Bewegung die Haut abrollen.

Bei der Kuvertüre habe ich die Impfmethode angewendet. So kann man Kuvertüre gut temperieren, wenn man kein Thermometer besitzt. Die Kuvertüre grob hacken. Einen Topf mit etwas Wasser zum Kochen bringen. Dann vom Herd nehmen. 2/3 der Kuvertüre in eine Schüssel geben und diese auf den Topf stellen. Die Kuvertüre darf nicht mit dem Wasser in Berührung kommen! Die Schokolade schmelzen. Dann die Schüssel vom Topf nehmen und das letzte Drittel dazugeben. Gelegentlich umrühren, bis ihr eine homogene Masse habt.

Dann die Hälfte eurer Plätzchen auf einer Seite mit Kuvertüre überziehen. Dafür einfach die Oberfläche leicht in die Kuvertüre tauchen, den Überschuss abschütteln und zum Trocknen auf ein Blech mit Backpapier legen. Ich habe die Plätzchen noch leicht aufgeklopft, damit die Kuvertüre sich gleichmäßig verteilt und Luftbläschen verschwinden. In die Mitte der Plätzchen je eine geschälte Haselnuss geben. Die Kuvertüre trocknen lassen. Ich hatte 27 Plätzchen und 100 g Kuvertüre hätten hier völlig ausgereicht.

Für die Füllung den Nussnougat in kleine Stücke schneiden und über einem Wasserbad bei leichter Hitze schmelzen lassen. Mit einem Löffel auf die Unterseite der Plätzchen etwas Nougatmasse verstreichen und dann den Deckel darauf leicht andrücken. Die Deckel lassen sich sehr gut an der Haselnuss greifen. Die Plätzchen etwa 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Bei mir waren sie 40 Minuten im Kühlschrank. Bei der Nougatmasse hätten bei mir ebenfalls 100 g gereicht.


Nun könnt ihr die Plätzchen genießen. Sie schmecken wirklich sehr lecker. Bei mir lagern die Plätzchen in einer Dose auf dem Balkon. Dort ist es kühler als in der Wohnung.


Ich hoffe, euch haben die Rezension und das Rezept gefallen. Ihr könnt mir ja mal verraten, welches eure Lieblingsplätzchen sind. 


Rezept aus: Bernd Neuner - Plätzchen & Stollen

  • Teilen:

Gefällt dir vielleicht auch

0 Kommentare

Ein Blog lebt vom Austausch. Über einen Kommentar würde ich mich deshalb sehr freuen. Ich werde ihn so schnell wie möglich freischalten und beantworten :)