[Rezension*] 'Superkuchen' von Mélanie Martin und daraus Apfel-Vanille-Kuchen

Das perfekte Verhältnis zwischen Teig und Füllung bei einem Kuchen hinzubekommen, ist nicht immer ganz einfach und auch abhängig von den ...

Rezension/Buchvorstellung Superkuchen von Mélanie Martin

Das perfekte Verhältnis zwischen Teig und Füllung bei einem Kuchen hinzubekommen, ist nicht immer ganz einfach und auch abhängig von den persönlichen Vorlieben. Der eine mag mehr Füllung, der andere mehr Teig. Wobei es natürlich auch da immer darauf ankommt, welche Füllung sich im Kuchen befindet und wie der Teig schmeckt.

Heute stelle ich euch das Buch "Superkuchen" von Mélanie Martin vor. In diesem Buch finden sich Rezepte mit viel Füllung und wenig Teig. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Bassermann Verlag zur Verfügung* gestellt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank.

Welches Rezept ich aus dem Buch getestet habe, erfahrt ihr weiter unten. 

Ein paar Fakten

Superkuchen - Die neue Leichtigkeit - süß & pikant
Mélanie Martin
Bassermann Verlag
Gebunden, 80 Seiten
ISBN 978-3-572-08217-9
9,99 € [D] 10,30 € [A]

Das Buch gibt es hier zu kaufen.

Rezension/Buchvorstellung Superkuchen von Mélanie Martin 2
Erdbeer-Nektarine

Über das Buch

"DIE NEUEN LEICHTEN KUCHEN
Diese Erfindung einer französischen Bloggerin wurde in Frankreich als "gateau invisible" (unsichtbarer Kuchen) bekannt, denn hier ist so wenig Teig im Gebäck, dass man ihn kaum sieht. Dafür gibt es aber ganz viel köstliche Füllung! So wird das Ganze wunderbar fruchtig und saftig, schmeckt sensationell und hat dazu viel weniger Kalorien als herkömmliche Backwaren. Ein neues Highlight am Naschhimmel!"

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • So gelingt der Superkuchen
  • Süsse Klassiker
  • Exotisch und Neu
  • Herzhaft
  • Impressum
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Birne und Banane im Schokoladenteig

Das Buch beginnt mit einer Einleitung, in der man erfährt, wie es zu diesem Buch kam. Eine Kanadierin namens Eryn hat einen Kuchen in ihrem Blog vorgestellt, der viel Frucht und wenig Teig enthält. Das hat sich sehr stark verbreitet. Mélanie Martin hat dieses Rezept abgewandelt und stellt ihre Ideen in diesem Buch vor.

Auf die Einleitung folgt eine kurze Erläuterung, wie der Superkuchen gut gelingt. Daran reihen sich dann die Rezepte, insgesamt 30. Diese sind in drei Kategorien eingeteilt: "Süsse Klassiker", "Exotisch und Neu" und "Herzhaft". In den ersten beiden Kapitel finden sich Rezepte mit Obst, im letzten mit Gemüse. Dem Buchcover zufolge dachte ich, es wären nur Rezepte mit Obst und war positiv überrascht, dass auch Rezepte mit Gemüse enthalten sind.

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Zucchini-Ziegenfrischkäse

Die Grundidee der Rezepte ist ein Teig, der sich je nach Kuchen etwas wandeln kann und dem in Scheiben geschnittenes Obst oder Gemüse hinzugegeben wird. Den Teig empfand ich in meinem Test als sehr lecker und finde es deswegen auch nicht tragisch, dass es nur dieses eine Grundrezept gibt. Was ich jedoch schade finde, ist die Obstauswahl. Mir fehlen in dem Buch Rezepte mit Beeren. Es gibt nur ein Rezept, in dem Erdbeeren vorkommen. Vielleicht liegt es daran, dass man nicht alle Beeren in Scheiben schneiden kann, aber ich finde, sie hätten sich für diese Idee sehr gut geeignet.

Die Rezeptauswahl finde ich abgesehen davon jedoch gut. Ich denke, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ich gebe euch mal ein paar Rezeptbeispiele. Quitten-Zitronen-Kuchen, Pfirsich-Apfel-Kuchen oder Nektarinen-Mandel-Kuchen finden sich im Kapitel "Süsse Klassiker". Darf es etwas ausgefallener sein, dann kann man sich das Kapitel "Exotisch und Neu" näher anschauen. Dort finden sich unter anderem Rezepte für Mango-Rhabarber-Kuchen, Kaki im Vanilleteig oder Kiwi-Apfel-Kuchen. Wer Lust auf Gemüse hat wird im Kapitel "Herzhaft" fündig. Rezepte für Kartoffel-Käse, Rüben-Honig-Ziegenkäse oder Kürbis mit Salbei und Parmesan finden sich dort.

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Kartoffel-Schinken-Champignons

Die Rezepte sind einfach und verständlich geschrieben. Die Bilder dazu sind sehr schön und machen Appetit. Leider fehlt in dem Buch die Angabe, worauf sich die Backofentemperatur bezieht. Wenn man etwas Erfahrung hat, kann man das abschätzen, aber als Anfänger ist es nicht so einfach zu entscheiden, ob sich die Temperatur nun auf Ober-/Unterhitze oder Umluft bezieht. Ich finde, dass das in einem Backbuch nicht fehlen sollte. Auch bezüglich der Backzeitangabe bin ich nicht ganz zufrieden. Jedes Rezept enthält die Angabe, den Kuchen 35 - 40 Minuten zu backen. Auch wenn es fast immer der gleiche Teig ist, so ist die Füllung jedesmal anders. Außerdem besteht bei so dünngeschnittenem Obst und Gemüse die Gefahr, dass die Oberfläche schnell dunkel wird, auch wenn der Teig noch nicht ganz durch ist. In meinem Test musste ich Alufolie über den Kuchen legen, da der Teig noch nicht richtig fest war, meine Oberfläche aber schon sehr braun. Davon wird nichts in dem Buch erwähnt, was meiner Meinung nach bei diesen Rezepten notwendig wäre.

Zusammenfassend finde ich, gibt es eine schöne Rezeptauswahl, in der man bestimmt fündig wird. Wie erwähnt, hätte ich mir jedoch etwas mehr Beeriges im Bereich Obst gewünscht. Die fehlende Angabe worauf sich die Ofentemperatur bezieht und auch die meiner Meinung nach "unvollständige" Backzeitangabe finde ich jedoch nicht so überzeugend. Ich finde, es ist dennoch ein gutes Buch, vor allem in dem Preis-Leistungsverhältnis.


*Das Buch wurde mir freundlicherweise unentgeltlich vom Bassermann Verlag zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Meinung. der Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wider.


Apfel-Vanille-Kuchen

Apfel-Vanille-Kuchen

Es war nicht ganz einfach sich zu entscheiden ob süß oder herzhaft. Mein Freund half bei der Entscheidung mit und somit wurde es dieser Apfel-Vanille-Kuchen. Ich werde in Zukunft bestimmt noch ein paar Kuchen nachbacken, vor allem weil dieses "wenig Teig und viel Füllung" ganz nach dem Geschmack von meinem Freund ist.

Bei meinem Kuchen erkennt man leider die einzelnen Apfelschichte nicht so gut wie in dem Buch. Ich denke, das liegt zum einem daran, dass Obst gerne Saft abgibt und zum anderen an der Backzeit. Wie oben erwähnt, bin ich mit der Angabe nicht ganz zufrieden. Nach einiger Zeit habe ich Alufolie über den Kuchen gelegt und ihn so weitergebacken, da die Oberfläche braun wurde, aber der Teig innen noch nicht fest war. Vielleicht hätte er noch etwas Backzeit benötigt, damit er innen etwas fester wird, aber für die Oberfläche wäre das nicht mehr ganz so gut gewesen.

Der Kuchen hat aber sehr lecker geschmeckt. Wobei ich das nächste Mal wohl nur die halbe Vanilleschote verwenden würde, da der Apfelgeschmack der Vanille etwas unterlegen war. Für mich persönlich könnte es auch noch etwas mehr Teig sein, aber das ist wie gesagt eine persönliche Vorliebe.

Die Rezepte sind alle für Backformen mit 20 cm Durchmesser oder eine quadratische Form mit 20 cm Seitenlänge ausgelegt. Da ich nur eine mit 18 cm Durchmesser dahatte, habe ich diese verwendet. Das hat aber auch sehr gut gepasst.

Das Rezept ergibt 1 Kuchen (Form mit 20 cm Durchmesser). Ihr benötigt...

...für den Teig:

  • 1 Vanilleschote
  • 50 g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 20 g Butter
  • 100 ml Milch
  • 70 g Mehl
  • 1 P. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 6 Äpfel (Pink Lady, Golden Delicious, Gala)
    Apfel-Vanille-Kuchen 2

    Den Backofen rechtzeitig auf 180°C (Umluft)/200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Backform mit etwas Butter fetten und mit Mehl bestäuben. Eier und Milch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur haben. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Die Butter zerlassen (z. B. in der Mikrowelle) und etwas abkühlen lassen.

    Für den Teig Vanillemark, Zucker und Eier 1 - 2 Minuten miteinander verrühren, bis eine blass-schaumige Masse entsteht. Butter und Milch hinzugeben. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und über den Teig sieben. Alles zu einer glatten Masse verrühren.


    Die Äpfel (ich habe mittelgroße verwendet) schälen, viertel und entkernen. Die Viertel in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden - mit einem Hobel, einer Mandoline, einer Küchenmaschine mit Schnitzelaufsatz oder einem Messer. Die Apfelscheiben portionsweise in den Teig geben und vorsichtig unterheben, bis sie mit der Teigmasse bedeckt sind, damit sie nicht braun werden. 

    Den Teig in die Form füllen, die Oberfläche glatt streichen. Die Form auf einen Rost oder ein Backblech stellen und auf die mittlere Schiene eures Backofens schieben. Etwa 35 bis 40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Nach einer halben Stunde habe ich Alufolie über den Kuchen gegeben und ihn noch 15 Minuten weitergebacken. 

    Wenn die Backzeit vorüber ist, denn Teig etwas in der Form abkühlen lassen und dann aus der Form lösen. Leicht warm oder kalt genießen.



    Ich hoffe, euch haben die Rezension und das Rezept gefallen. Ich wünsche euch noch eine schöne Woche.


    Rezept aus: Mélanie Martin - Superkuchen

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